Langsam bröckelt es am Fundament der allzu oft geäußerten These, gerade die Videospielbranche sei besonders Resistent gegen Krisen auf dem Weltmarkt, da Konsumenten in Zeiten wirtschaftlicher Flaute es sich lieber auf der heimischen Couch gemütlich machen und das knappe Haushaltsbudget durch Kürzungen bei Urlaubsreisen oder kulturellen Veranstaltungen zu schonen versuchen.
Zumindest bei der deutschen Softwareschmiede Keen Games scheinen die Ausläufer der wirtschaftlichen Flaute nun aber schlussendlich doch angekommen zu sein. Wie aus firmennahen Quellen an GAMEPALS.de herangetragen wurde, hat das Management des Traditionshaus am heutigen Montag einem Großteil (genaue Zahlen liegen noch nicht vor) seiner 60-köpfigen Belegschaft die fristgerechte Kündigung ausgesprochen oder befristete Arbeitsverträge in den Wochen zuvor bereits auslaufen lassen. Hauptgrund für diese Entscheidung ist offenbar gewesen, dass ein vermeintlich als sicher eingeplantes Projekt für einen namhaften Publisher überraschend nicht zustande gekommen ist und das Studio sich somit nun endgültig leeren Auftragsbüchern gegenübergestellt sah.
Das in Frankfurt am Main angesiedelte Team von Keen Games zeigte sich zuletzt für Nintendo Wii und DS Adaptionen so bekannter Franchisetitel wie Anno oder die Geheimakte Adventurereihe verantwortlich und ist seit nun mehr 17 Jahren einer der wenigen Studios im deutschsprachigen Raum, die sich primär der Entwicklung von Konsolentiteln verschrieben haben.



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