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Startbildschirm: Sechs Fragen an Rudolf Inderst

Noch bevor es richtig los geht, gewähren unsere Redakteuere den Lesern einen flüchtigen Einblick in ihre Persönlichkeit - geschickt getarnt hinter sechs unscheinbaren Fragen.
Von Thomas Miller
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Rudolf Inderst
Kolumnen |
| Jahrgang - oder: Es trug sich zu, als Du noch keinen Controller halten konntest. |
| In Deutschland 1978 geboren zu sein, ist ein schweres Schicksal im Kontext der elektronischen Unterhaltungsbranche. Während das Atari VCS 2600 1977 und Mattels Intellivision 1979 erschienen, blieb zwischen diesen Jahren offensichtlich lediglich Zeit für zwei Flops: Intertons VC 4000 und Philips G7000. Auch musikalisch liegt einiges schief: Punk muss die Auflösung der Sex Pistols erleben und mit Saturday Night Fever wird Disco endgültig zum Massenphänomen. Und politisch? Vietnam besetzt Kambodscha. Und dann bringen sich auch noch 900 Sektenmitglieder im Dschungel von Guyana kollektiven Selbstmord. Call it d day. (Lobende Erwähnung: John Carpenters Halloween) Zum Glück begann meine Zeit als aktiver Spieler aber genau zehn Jahre später: 1988 beglückte mich meine Großmutter zur Kommunion mit einem Sega Master System. Bis 1991 gab es dann für gute Zeugnisse, an Ostern, Geburtstag oder Weihnachten Software. So verbinde ich mit Titel wie Action Fighter, Double Dragon oder Shinobi die wunderschönen Spät-1980er. |
| Nervigste Designentscheidung in einem Videospiel |
| Bis heute kann man in Konsolenspielen nicht zu/an jedem Zeitpunkt speichern. Lustigerweise gibt es nicht wenige Spieler, welche diese abstruse Designerentscheidung auch noch begrüßen oder sogar verteidigen. Da rate ich jedoch einigen Herrn und Damen mal einen klaren Blick. Müsste man in Prozent angeben, wie viele Spiele unvollendet im Schrank oder auf den Festplatte liegen bleiben, da man einfach nicht weiterkommt, käme man vermutlich auf über 70 Prozent. Speichern ist eine Option, kein Zwang und kein Muss. Wer nicht speichern will, weil er tatsächlich der Ansicht ist, das zerstöre das Spielerlebnis muss diese Möglichkeit nicht nutzen. Niemand denkt in dieser Argumentation anscheinend in die andere Richtung: durch den dauerhaft wiederholenden Spielschirmfrust in Form von endlosen Wiederholungsläufen zum nächsten Endgegner (in Level 2 von 12) wird das Spielerlebnis NICHT besser. Oder bieten PC-Spiele seit Jahren weniger Spielspaß, weil man (als Kunde, der ein Stück Unterhaltungssoftware gekaut hat, mit dem er/sie nun spielen möchte, WIE ER/SIE es möchten) speichern kann? I don’t think so. |
| Von welchem Videospiel Erfolg wirst du noch Deinen Enkelkindern erzählen? |
| Eindeutig das alleinige Durchspielen von Streets of Rage 2 auf dem Schwierigkeitsgrad ’Maniac’. Die Auswählbarkeit dieses Grades kann man erst durch einen Trick im Optionsmenü herstellen. Und der ist tatsächlich recht kernig. Ach so, und auf das Durchspielen einer Saison bei NBA Jam ohne Niederlage und mit deutlichen Punktevorsprüngen war ich seiner Zeit auch recht stolz. |
| Nachhaltigstes Spielerlebnis |
| Das Koop-Spiel bei Secret Commando, von dem ich mir seit Jahren ein Remake wünsche. Seit dieser Zeit können Spiele noch so furchtbar sein, haben sie einen Koop-Modus verzeihe ich alles. Insofern ist momentan eine richtig gute Zeit angebrochen, da viele Spiele der aktuellen Generationen auf diese Spielweise setzen. Leider oftmals nur noch online, wie man zum Beispiel an Mercenaries 2 aktuell sehen kann. |
| Einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Branche, bitte! |
| Ich möchte mich kurz fassen. Lasst uns online endlich konsolenübergreifend spielen, auch wenn Call of Duty 4 beim einen in der Xbox und beim anderen in der PlayStation rotiert. Coder aller Länder, vereinigt Euch! Wunsch und Ausblick zugleich. |
| Welches Online-Journal würdest Du als Printform SOFORT abonnieren? |
| Na klar, www.telepolis.de ! |
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SAW |
vor 199 Tagen |
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