Zugegeben, es ist unfair, anhand eines ersten spielbaren Levels über die Qualität eines Spiels zu urteilen. Dennoch hat die Version, die auf der Games Convention spielbar war, nicht restlos überzeugen können. Hinter der grandiosen Optik und dem viel versprechenden Spielprinzip stehen noch einige Fragezeichen.

Die Steuerung des Spiels ist recht einfach und schnell erlernbar. Auch die Umsetzung der eingegebenen Befehle ist gefällig und liefert keinen Anlass zur Kritik. Es ist, auch nach mehrmaligem Antesten des Tutorial-Levels, immer wieder grandios, auf den Dächern der riesigen Großstadt zu agieren. Riesige Sprünge, agile Klettermanöver und ansehnliche Close-Combat-Einlagen wirken spektakulär und vermitteln aufgrund der Ego-Perspektive das perfekte ‚Mittendrin-Gefühl’.
Augenscheinlichstes Manko ist die etwas ungenaue Kollisionsabfrage. Nicht selten kommt es vor, das Sprünge exakt ausgeführt werden müssen – nur wenige Millimeter weiter links oder rechts führen zum sofortigen ‚Game Over’. Die Entwickler haben ja noch etwas Zeit, sich dieser Sache anzunehmen. Im weiteren Spielverlauf könnten solche Dinge zu vermeidbaren Frustmomenten führen.

Mirror’s Edge könnte in der Tat einer der kommenden Toptitel werden. Innovationen und altbewährte Gameplay-Elemente sind in den ersten Spielabschnitten deutlich zu erkennen. Inwiefern diese Aspekte im fertigen Spiel Platz finden, wird der ausführliche Test auf Gamepals.de zeigen.
